Donnerstag, 12. März 2026

Saarkohlenwald zum „Waldgebiet des Jahres 2026“ gekürt

Der Saarkohlenwald wurde am Donnerstag, 12. März, vom Bund Deutscher Forstleute als „Waldgebiet des Jahres 2026“ ausgezeichnet.

Blauer Himmel über dem Stadtwald (Autor Ralf Blechschmidt) - LHS

Blauer Himmel über dem Stadtwald (Autor Ralf Blechschmidt) - LHS

Blauer Himmel über dem Stadtwald (Autor Ralf Blechschmidt) - LHS

Ein Großteil des Waldgebietes liegt auf der Gemarkung der Landeshauptstadt Saarbrücken. In seinem Zentrum befindet sich der „Urwald vor den Toren der Stadt“, wo sich die Natur weitgehend unbeeinflusst entfalten kann. Die städtischen Bereiche des Saarkohlenwalds am ehemaligen Fischbachbad werden vom Amt für Stadtgrün und Friedhöfe betreut.

Oberbürgermeister Uwe Conradt nahm an der feierlichen Auftaktveranstaltung zum „Waldgebiet des Jahres 2026“ in Saarbrücken teil. „Die Auszeichnung für den Saarkohlenwald als ‚Waldgebiet des Jahres‘ unterstreicht einmal mehr, welche große Rolle Wälder für die Umwelt, Erholung und Wirtschaft spielen – aber auch für das Stadtklima. Saarbrücken ist eine der waldreichsten Großstädte Deutschlands und mit dem Saarkohlenwald haben wir nun einen bundesweit ausgezeichneten Wald auf unserem Gebiet. Herzliche Glückwünsche an den SaarForst und vielen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit. Gemeinsam schützen wir diesen wertvollen Naturraum und wollen ihn für die kommenden Generationen erhalten und pflegen“, so der Oberbürgermeister.

Einzigartige Verbindung von Natur und Industriekultur

Als Waldgebiet im Ballungsraum Saarbrücken ist der Saarkohlenwald tief in der Bergbaugeschichte der Region verwurzelt. Im Zuge des Strukturwandels haben sich die einst industriell genutzten Flächen zu einem naturnahen Ökosystem mit großzügigen Laubwaldbeständen und schutzwürdigen Biotopen entwickelt. Das Areal verbindet heute sichtbare Industriegeschichte mit biologischer Vielfalt und dient vielen Menschen als Naherholungsgebiet.

Saarbrücken ist eine der waldreichsten Großstädte

Mit einem Waldanteil von rund 46 Prozent zählt die Landeshauptstadt zu den waldreichsten Großstädten Deutschlands. Der Stadtwald ist aus jedem Winkel der Stadt in rund 20 Minuten zu Fuß zu erreichen und gilt als wichtige grüne Oase. Seit rund 25 Jahren wird er nachhaltig nach den strengen Kriterien von Naturland Öko-Wald und dem Forest Stewardship Council (FSC) bewirtschaftet.

Der hohe Waldanteil in und um Saarbrücken wirkt sich positiv auf Klima, Umwelt und Lebensqualität aus. Wälder filtern Schadstoffe aus der Luft, speichern Wasser, mildern Wetterextreme, schützen vor Hangrutschen und bieten gleichzeitig vielfältige Möglichkeiten zur Erholung.

Hintergrund

Ziel der jährlichen Auszeichnung durch den Bund Deutscher Forstleute ist es, das Bewusstsein für die Arbeit der Forstleute und den gesellschaftlichen Nutzwert der Wälder zu schärfen. Die Wahl fiel für 2026 auf den Saarkohlenwald, da dieser die zentralen Zukunftsaufgaben der Forstwirtschaft abbildet. Hierzu zählen vor allem die Anpassung der Bestände an klimatische Veränderungen sowie die langfristige Sicherung der biologischen Vielfalt in einem industriell geprägten Umfeld. Mit dem Titel „Waldgebiet des Jahres“ würdigt der Bund Deutscher Forstleute im Hinblick auf den Saarkohlenwald die Fähigkeit, Naturschutz, Naherholung und Pflege des bergbaulichen Erbes zu vereinen.

Weitere Informationen gibt es unter www.waldgebiet-des-jahres.de und www.saarbruecken.de/im_gruenen.